Wo weit das Auge reicht
Panorama-Programme fr Freihandfotografen
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c't 23/06, S. 130 (db)

Aegidientorplatz\*.*     Fotoserien und Ergebnisse nach Motiv sortiert
Bahnhofplatz\*.*             "       "       "       "    "      "
Gelaender\*.*                "       "       "       "    "      "
Opernplatz\*.*               "       "       "       "    "      "
Skulptur\*.*                 "       "       "       "    "      "
Windspiel\*.*                "       "       "       "    "      "

Whrend ltere Panorama-Stitcher nur sehr sorgfltig vorbereitete Bilder 
aneinander klebten, profitieren die modernen Nachfolger von einem enormen 
Entwicklungsschub, der dem Fotografen vor allem Freiheit und Spontaneitt 
einrumt. Erstmals bentigt er fr die Aufnahmen kein Stativ mehr.

Anhand mehrerer Bilderserien haben wir die aktuellen Versionen folgender 
Panorama-Programme (Stitcher) getestet: Das Open-Source-Programm Hugin mit 
dem Zusatztool Autopano, ImageAssemler von PanaVue, Tobias Hllmandels 
PanoramaStudio, Panorama Factory von Smoky City Design, Pixtra Pano Stitcher 
und Realviz Stitcher.

Fr typische Stadtpanoramen haben wir an drei Orten in Hannover, am Bahnhofs-, 
am Opern- und am Aegidientorplatz, vier bis acht sich berlappende Bilder 
fotografiert. Dabei strten zum Teil Fugnger und Autos die Aufnahmen, die 
als durchsichtige Geisterbilder selbst das schnste Panorama verderben wrden, 
wenn sie nur in einem Teilbild zu sehen sind und der Hintergrund dann durchscheint. 
Die aus vier Bildern bestehende Fotoreihe vom Opernplatz haben wir mit starkem 
Weitwinkelobjektiv aufgenommen, dessen Brennweite aufs Kleinbildformat bezogen 
17 Millimeter entsprach und extreme Verzeichnungen produzierte. Schon beim 
Fotografieren war klar: Um diese Perspektive anzupassen, wrden die Stitcher 
einigen Aufwand investieren mssen.

Da sich Vorder- und Hintergrund durch die Kameradrehung verschiebt und die
Stitcher dadurch besonders herausfordert, haben wir fr eine weitere 
Fotoreihe in Hannover am Rande des Aegidientorplatzes ein Gebude mit 
typischer 80er-Jahre-Skulptur aus zwei Sulen im Vordergrund gewhlt. Im fertigen 
Panorama sollten weder Fassaden oder Fenster "wegkippen" noch Skulptursulen 
gebogen oder zerstckelt werden. Etwas einfacher hatten es die Testkandidaten 
mit einem am Steinhuder Meer fotografierten Windspiel, da das Auge kleinere 
Fehler im Hintergrund eher verzeiht. An einem vierteiligen Seepanorama mit 
Gelnder durften sich die Programme schlielich die Zhne ausbeien: Das 
Vordergrundobjekt erstreckte sich ber vier Teile, mit einem erheblichen 
vertikalen Versatz zwischen dem zweiten und dem dritten Bild.

Die im Archiv enthaltenen Fotos haben wir wegen ihrer Gre auf weniger als 50 Prozent
reduziert und mit geringerer Qualitt als JPEGs gespeichert. Es empfiehlt sich,
das ZIP-Archiv inklusive Pfaden zu entpacken, damit die Ordnerstruktur zur
besseren bersicht erhalten bleibt. Innerhalb dieser Ordner haben wir die
Bilderserien nach Motiv benannt und durchnummeriert, also beispielsweise
Aegi-1.jpg, Aegi-2.jpg, Aegi-3.jpg und so weiter. Die Ergebnisse beginnen
ebenfalls mit dem Motivnamen, gefolgt vom Stitcher, der sie produziert hat.
Liegt von einem Produkt kein Ergebnis vor, war es nicht mglich, die
Fotoreihe zusammenzusetzen. Die Bilder haben wir nicht bis ins letzte
Detail optimiert, die Mglichkeiten der Stitcher haben wir in diesen
Fllen, etwa beim Gelnder-Bild aus Panorama Factory, anhand einzelner
Bereiche getestet.
