Die VDR-Installation
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Der Sourcecode von VDR ist zu finden unter
http://www.cadsoft.de/people/kls/vdr/download.htm. Nach dem
Download dieser Datei wechselt man mit

cd vdr

in das bereits fuer den Linux-DVB-Treiber angelegte Verzeichnis
und entpackt das Archiv (z. B. tar xvzf /tmp/vdr-0.70.tgz)

Als naechstes wechselt man mit

cd VDR

in das Verzeichnis der VDR-Source und startet die Uebersetzung mit
einem der Befehle

  make REMOTE=LIRC
  make REMOTE=RCU
  make REMOTE=KBD
  make DEBUG_OSD=1

je nachdem, welches Steuergeraet eingesetzt wird (LIRC, Remote
Controle Unit von VDR oder Tastatur des VDR-Rechners). Fuer
Testzwecke ist die letzte Variante praktisch, bei der der Inhalt
das OnScreen-Displays auf dem PC-Bildschirm dargestellt wird
(allerdings nur eingeschraenkt -- Details der Schnittfunktionen
koennen hier nicht dargestellt werden).

Wer zwischen den verschiedenen Steuermodi wechseln moechte (etwa
von DEBUG_OSD=1 auf REMOTE=LIRC), muss neu maken -- zuvor tilgt
man aber die dann unbenoetigte vorhandene Version mittels "make
clean". Falls die Bedienung ueber die PC-Tastatur nicht klappt,
sollte man die mitgelieferte Datei keys-pc.conf loeschen und VDR
neu starten. Das Programm geht dann in den Lernmodus und fragt
der Reihe nach die benoetigten Tasten ab.

Die Anpassung an die verwendete Fernbedienung erfolgt bei LIRC
durch Eintragen der in "config.c" definierten Tastennamen ("Up",
"Down",... "9") unter den entsprechenden Codes in der
LIRC-Konfigurationsdatei (siehe naechsten Abschnitt).

Bei Verwendung der Remote Control Unit geht VDR beim ersten Start
in den Lernmodus und fordert ueber das OSD auf, die einzelnen
Tasten auf der Fernbedienung der Reihe nach zu druecken.

Standardmaessig legt VDR seine Aufzeichnungen in einem Verzeichnis
namens /video ab, das mit

su

mkdir /video

chmod o+rw /video

angelegt wird. Auch hier gilt es, die Zugriffsrechte zu erweitern
(chmod o+rw /video*). Das Video-Verzeichnis kann an beliebiger
Stelle im Verzeichnisbaum stehen und darf auch anders heissen --
dann allerdings muss man dies VDR beim Start mittels der Option
-v mitteilen (siehe "vdr --help").

Am Ende sollte man mit Ctrl-D die Root-Sitzung beenden.

Nun laesst sich VDR auf der Kommandozeile einfach durch Eingabe
von vdr starten. Soll VDR als Daemon laufen, startet man mittels
der Option -d.

Waehrend der ersten Gehversuche ist es sinnvoll, die von VDR in
der System-Logdatei generierten Ausgaben anzusehen. Mit
Root-Rechten tippt man tail -f /var/log/messages, um sie
kontinuierlich anzeigen zu lassen. Auch der DVB-Treiber schreibt
Meldungen in diese Datei, sodass sich dies als der erster
Anlaufpunkt bei der Fehlersuche empfiehlt.
