Borland-Zeitbombe, c't 7/97, S. 232, gs
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Mit dem Pentium II verwandeln sich bislang einwandfrei laufende
Programme, die mit Borland Pascal in der Version 7.0 erstellt wurden,
in Fehler-Generatoren. Statt wie auf einem Pentium oder Pentium Pro zu
laufen liefern sie nur noch einen Runtime Error 200.

Will man auf ltere BP7-Programme nicht verzichten und den Rechner
nicht knstlich ausbremsen, sind verschiedene Wege mglich. Wer BP7.0x
samt Run Time Library (RTL) und die Programmsource besitzt, kann in
CRT.ASM die fehlerhafte Routine korrigieren und mit Make die
TPL-Dateien neu erstellen. 

Im Regelfall verfgt man jedoch nur ber die EXE-Datei. Hier hilft ein
einfacher Patch eines Bytes weiter: statt durch 55 teilt man durch
einen greren Wert. Dadurch wird Delay zwar etwas verlangsamt, was
sich aber nur in den seltensten Fllen kritisch auswirken drfte. Ich
schlage gleich eine Verdopplung von 55 auf 110 vor, dann hat man ein
wenig Reserve. Das kann man mit einem Debugger machen, oder mit
diversen Patch-Tools. Zum Beispiel mit dem c't-Programm SAR. 

Aufruf:

SAR dateiname /O=\F7\D0\F7\D2\B9\37 /N=\F7\D0\F7\D2\B9\7E

Das gepatchte Programm speichert SAR dann als .SAR ab, man mu es also
hernach wieder in .EXE umbenennen und das ungepatchte Original mit
einem neuen Namen versehen.



