    Stand: 24.03.1999
    ----------------------------------------------------------------------

    NoAd: Keine Werbung auf dem Viorekorder: PC Steuerung
    Copyright (C) 1999 Peter Richert (Richert@FH-Muenster.DE)

    Telefon +49 2551 9-62125, Fax -62391

    Fachhochschule Mnster, Fachbereich Elektrotechnik
    eLKaTe - Labor Kommunikationstechnik
    Stegerwaldstrasse 39, 48565 Steinfurt, GERMANY

    ----------------------------------------------------------------------
 
Unterschiede TV - Werbung

In dieser datei sollen kurz die unterschiedlichen Mglichkeiten 
aufgefhrt werden, an denen sich die Werbung vom normalen TV Programm 
unterscheidet.


Logo

Jeder Sender ist verpflichtet, sich anhand des Logos zu identifizieren. 
Bei der kommerziellen Werbung hingegen fehlt meistens diese Identifikation. 
Die Logos knnen folgende Charakteristiken aufweisen:

- wei, nicht transparent
- wei, transparent
- farbig, nicht transparent
- farbig, transparent

Die Zielsetzung war es, jedes beliebige Logo automatisch finden zu lassen, 
seine Eigenschaften zu ermitteln und es unabhngig von aktuellen 
Fernsehbild eindeutig identifizieren zu knnen.  Der Nachteil dieses 
Verfahrens ist es, da auch die vom Sender ausgestrahlte Programmvorschau 
mit dem Logo gesendet wird. Es wre daher weiter mglich, eine 
Zeitverzgerung zwischen dem wiedererscheinen des Senderlogos und dem 
Neustart der Aufnahme zu realisieren. Diese mte dann fest eingestellt 
sein und eine krzere Dauer als die minimale Dauer der Programmvorschau 
sein.


Austastzeilen

Die sogenannten Austastzeilen dienen der Anpassung des Fernsehbildes 
an die Mae des Bildschirm. Das Seitenverhltnis eines Fernsehbildes 
wird durch die Lnge der Zeilen zu der Hhe des Bildes und der 
sichtbaren Zeilen gebildet. Bei den bestehenden Fernsehsystemen PAL, 
SECAM und NTSC betrgt das Seitenverhltnis 4:3. Diese Format ist 
letztlich aus der frher etwas runden Form des Bildrhren entstanden. 
Der Kinofilm arbeitet mit anderen Bildseitenverhltnissen; sie reichen 
von 1,34:1 (Normalformat) bis zu 2,35:1 (Cinemaskope). Die meisten Filme 
auf der Leinwand haben also ein sehr viel breiteres Format als das 
Fernsehbild, was, wie verschiedene Untersuchungen ergeben haben, dem 
Gesichtsfeld beim beidugigen Sehen entgegenkommt und daher das 
Realittsempfinden steigert. Daher wurde fr das zuknftige hochauflsende 
Fernsehen (HDTV) auch das Seitenverhltnis zunchst mit 5:3 vorgeschlagen, 
dann aber (1985) auf 16:9 (entspricht 5,33:3) festgelegt; damit kam man 
dem gebruchlichen Produktionsstandard des amerikanischen Breitwandfilms 
(1,85:1, entspricht 5,55:3) sehr nahe.

Um das Bild verzerrungsfrei auf einem beliebigen Fernseher wiedergeben zu 
knnen wird bei einigen Spielfilmen und zahlreichen Musikvideos, aber 
auch in einigen Werbesendungen, der obere und untere Rand des Fernsehers 
"schwarz ausgetastet". Wird nun festgestellt, da im Film ein solcher 
Ausgleich mitgesendet wird, hat man anhand dieses eindeutigen Merkmals 
ein Kriterium zur Unterscheidung. Es soll hier noch darauf hingewiesen 
werden, da sich die Position des Senderlogos zum Teil ndert wenn das 
Fernsehbild per Austastzeilen angepat wird. Da aber die Erkennung von 
Werbeblcken in NoAd entweder per Logo oder Austastzeilen funktioniert, 
mute dieses nicht bercksichtigt werden.


Frequenzcharakteristik

Im allgemeinen hat das TV Programm eine andere Frequenzcharakteristik als 
die Werbung. Besonders tritt dies bei Musiksendungen auf. 



"Jingle"

Mit dem Wort "Jingle" ist eine kurze Melodie gemeint wie sie von den 
Fernsehsendern, aber auch beim Radiohrfunk, zu Beginn der Werbesendung 
eingespielt wird. Im Bereich der Fernsehtechnik kann dieses akustische 
Merkmal noch um sein optisches Pendant erweitert werden. Bei einigen 
Fernsehanstalten ist zu beobachten, da kurze Videosequenzen den 
Wechseln von der eigentlichen Sendung zur Werbung markieren und das es 
umgekehrt auch einen optischen Hinweis nach Ablauf der Werbepause gibt. 
Diese Sequenzen, sind sie einmal gespeichert und unvernderlich, 
identifizieren den neuen Aufnahmestart dann eindeutig. 

Bei vorwiegend alten Filmen kann es vorkommen, da sie nur mit Mono 
aufgenommen und daher auch nur mit Mono abgespielt werden knnen. Die 
heutige Werbung hingegen wird fast ausschlielich im Stereoverfahren 
ausgestrahlt. Bildet man die Differenzfunktion zwischen dem rechten und 
linken Audiokanal wird bei einer Mono - Sendung die Differenz 
0 dB, bei einer Stereo - Sendung hingegen einen Unterschied von 
0 dB festzustellen sein. 


Lautstrkenunterschied

Eine weitere Audiostufe sollte eine Lautstrkenzunahme zu Beginn der 
Werbung feststellen knnen. Ob man anhand dieses Kriteriums schnell 
genug feststellen kann, ob die Lautstrkenzunahme vom Wechsel 
Sendung <-> Werbung stammt, oder ob die Lautstrke im Fernsehprogramm 
erhht wurde, ist ohne eine umfangreiche Messung nicht vorhersehbar. 


Zeit mit Werbung

Fr den Fall, da der Beginn eines Werbeblockes eindeutig erkannt wird, 
der Neubeginn der Sendung hingegen nicht, kann auch eine Zeitmessung 
die Nettospielzeit einer Videokassette erhhen. Diese Zeit mu immer unter 
der minimalen Dauer eines Werbeblockes liegen. 


